Montag, 26. Januar 2015

So, bin wieder da :-)

Jawohl. Nach einer echt harten Zeit im realen Leben ist es jetzt wieder an der Zeit, mein virtuelles Dasein aufleben zu lassen. Ich hab grad soooooo viel Bock aufs Bloggen ;-) Aber nicht mehr nur über Nähzeug. Auch ein wenig aus dem täglichen Nähkästchen. Denn das brennt mir auch unter den Nägeln.

Das Leben mit einem Baby ist eine krasse Lebensgrenzerfahrung. Wer stimmt mir zu? Ah, ich seh schon, alle Hände oben... Die eigenen Bedürfnisse gibt man bei der Geburt ab und kriegt sie erst nach ein paar Jahren Stück für Stück wieder erfüllt. Ich liebe meine beiden Mädels über alle Maßen. Und dennoch hab ich in letzter Zeit so oft gedacht: Guten Tag, ich will mein Leben zurück! Die Kleine hat super schlecht geschlafen. Über Monate. Dann eine große Renovierungsaktion und ein kräfterauberden Umzug. Unsere Familien waren immer zur Stelle und hilfswütig. Aber das ist den Kindern egal. Nur Mama. Sonst nix. Dass die Mama aber nicht mehr kann. Ihr Problem. So fühlte es sich lange an. Bis mir geraten wurde Antidepressiva zu nehmen. Das war unglaublich. Mein Leben macht mich krank??? Das lasse ich nicht zu. Dann muss sich etwas an den Rahmenbedingungen ändern.

Die ersten Schritte waren ENTLASTUNG. Die Kleine geht nun für wenige Stunden zu einer Tagesmutter. Findet sie zwar sehr mysteriös, aber es wird. Auch die Große bekommt ein extra Programm von einer Tante. Ein weiterer Schritt (und das war wohl der härteste für mich): Wirf deine Schlafprinzipien über Bord! Das hat mir kein Experte (fachlicherseits) empfohlen, sondern Mütter in der gleichen Situation. Wir wären das Paradebeispiel für optimale Durchschlafbedingungen gewesen. Und? Interessiert das irgendwen? Vielleich mein Baby??? Nö. Nach vielen Tränen und Kissenprügelattacken hat sie nachts mal eine schöne warme Flasche Milch bekommen. Hammer!!! Da schläft sie doch glatt mal 5 Stunden am Stück! Mit 9 Monaten! Und dann? Dann hat sie einfach in der nächsten Nacht wieder eine bekommen. Denn: Es ist so schön, wenn man morgens aufstehen kann und auch noch lachen! Und das den ganzen Tag. Schlaf ist das genialste und bestbekömmlichste Antidepressivum, dass es gibt.

Und dann gibt es noch etwas, was wir Mütter gerne hintenanstellen: UNS SELBST!!!! Wir wollen es allen recht machen und anderen schon gar keine Umstände. Wegen uns vor allem. Und am Ende sind wir ausgebrannt und innerlich fühlen wir uns wie eine überfahrene Coladose. Wir brauchen es zum Überleben (und das ist keine Übertreibung), dass wir uns Zeit für uns nehmen. Während verschiedener Beratungen ist mir klar geworden, wie sehr es mir fehlt, an der Orgel zu sitzen und einfach zu spielen. Zu spielen, was mir gerade in den Sinn kommt oder wonach ich Lust hab. Laut, leise, Dur, Moll, modern, harmonisch, Choral, Werk, ganz egal. Komischerweise war mir das Nähen nicht so sehr wichtig. Bis mir mein über alles geliebter Mann in mühevoller Arbeit und mit Extrawünschen überhäuft meine perfekte Nähecke im neuen Haus aufgebaut hat. Alter Falter, das hat mich umgehauen. Mein kleines Reich! Sie ist perfekt. Und unaufgeräumt. Und praktisch. Und mit Liebe gebaut. Danke mein Liebster!

Also werde ich nun wieder nähen. Und ich bin grade so euphorisch, dass ich gar nicht weiß, was ich als nächstes nähen soll. Aber mir wird schon was einfallen. Pinterest sei Dank ;-)

Viele Grüße!

1 Kommentar:

  1. Hi Mareike, ich kenne das nur zu gut, ich habe zwar nur eine Tochter aber ich bin im ersten Jahr auch regelmäßig an meine Grenken gestoßen, die MAMA Phasen sind besonders hart.... auch heute noch... zur Zeit rennt sie auch immer weg wenn sie den Papa an der Tür hört, warum auch immer und ich muß jede Sekunde zur Stelle sein.
    Aber es freut mich für euch sehr, dass ihr das gröbste wohl hinter euch habt und wünsche dir ganz viel Kraft ^^ Unser Umzug steht uns im Sommer noch bevor und ich habe schon bessen Angst, aber es wird sicher alles gut.

    Ganz liebe Grüße
    Angela

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